Habe heute Adolfo etwas geholfen den ersten Starbucks in Bolivien mit Kaffeesorten zu verzieren. Anstehend in den naechsten Tagen ist Besprayen eines Kindergartens, wofuer ich die Skizze entwerfen darf, muss.
Dannach waren wir essen, es gab koestliches Krokodil, und da es irgendwie sehr heiss ist, habe ich 2 Liter Wasser innerhalb von 15 Minuten getrunken und auch einen Liter Chicha (ein Maisgetraenk) in das ich mir etwas Mandarinenzitrone (eine orangene Zitrone) beigemischt habe.
Es war so delizioes, dass ich mir vorstellen kann, es als Marktgetraenk in Deutschalnd einzufuehren.
Unter meine Mueckenstiche mischen sich grade auch einige Flohstiche, vielleicht sollte ich mal duschen...
Mittwoch, 24. September 2014
23 Sieptembre
Gerade sizten wir wieder in gemuetlicher Runde von 10 bei
einer Reuinion zusammen. Diese finden so ca alle zwei Wochen statt und
relevantes Anstehendes wird besprochen. Kunstkurse, Feste ( wovon wir in
naechster Zeit viele haben), Pprojekte und Organisatorisches. Die meisten Punkte
sind jedoch eher irrelevant und viel freudiges Diskutieren um nichts, wo ich
dann eh nicht mehr mitkomme. Kathi stopft gerade die morgens von mir
gepflueckten Guapuru (eine mehrkernige Obssorte, die direkt am Stamm waechst)
in sich hinein und drei Leute zeichnen vor sich hin, waehrend ich mal wieder
Tagebuch fuehre. Heute habe ich mir wieder mal 200 Bolivianos von Cazim, dem
Sohn von Magaly, geliehen, damit ich die naechsten Tage essen und trinken kann.
Im Anhang ist die Geschichte von mir und ein wenig Bankproblemen geschildert.
Jedenfalls kam ich hier bis jetzt nicht an Geld und schulde ein paar Menschen und
Institutionen, deren genau Anzahl ich hier nciht nennen will insgesamt einen
Betrag, den ich hier ebenfalls nicht nennen will. In Ottos Haus angekommen
fanden wir erstmal die bruetende Henne mit 11 kleinen Kueken. Auf dem ca. 1,50m
hohen Fensterbrett, von dem die Kueken logischerweise nicht runterkamen. Wir
halfen ihnen dabei dann etwas und jetzt tollen sie froh und anhaenglich an
ihrer Mutter klebend im Garten herum. Adolfo kam dann auch noch um das
Tajiboholz zu begutachten mit dem wir diese Woche ein Regal fuer
Lagerungszwecke bei Arterias bauen wollen. Wenn mir die Farbe des Holzes
gefaellt, werde ich meines aus ebenjenem Holz bauen. Nach dem heutigen Cursus
di Titeri bei dem die Kinder anfingen ihre Figuren zu bemalen, probierten
Marvin und ich an zwei Testkindern aus Gipsmasken zu machen. Es hat geklappt
und fuer sie sogar ohne Schmerzen geklappt. Auf jedenfall freuen sie sich sehr
ueber die Masken for free. Und huepfen gerade mit Ihnen vor der Tuer herum. Am
Donnerstg faengt dann unser Kurs an und ich bin relativ zuversichtlich, dass
viele Kinder erscheinen werden. Ich hoffe bloss nicht zu viele, so dass es mit
der Kommunikation und Zeit keine Schwierigkeiten gibt.
Anhang zu den Bankproblemen, die eh uninteressant sind, aber irgendwie doch lsutig
Wo soll ich anfangen. Die PIN fuer meine Girokarte habe ich und der Berater der Berliner Sparkasse versicherte mir, dass es damit moeglich sei, im Ausland an Kassen zu bezahlen und auch Geld mit Gebuehr abzuheben. Ging natuerlich nicht (wegen V-Pay). Geld auf meine Kreditkarte ueberweisen waere ja schoen und gut, aber da die Belriner Sparkasse das gute alte TAN-Verfahren abgeschafft hat und ich nurnoch via SMS-TAN Transaktionen taetigen kann, musste ich also mein Deutsches Handy hervorkramen und herausfinden, dass es kaputt ist. Die deutsche Karte passt natuerlich nciht in meine bolivianisches Handy, also probierte ich es von dem eines Freundes, kein Empfang. Daraufhin wurde mein Konto wegen 6 nicht angekommener TANS gesperrt und natuerlich kann man es nur telefonisch Regeln, aber durch die besetzten Leitungen kommt man ja nicht durch und teuer ist es von hier aus auch, aber an Geld komme ich ja nichht ran. Also hat sich Mama um das Entsperren des kontos gekuemmert, was natuerlich auch eine unterschreibene und eingescannte vollmacht meinerseits bedurfte. In Bolivien gibt es leider nicht an jeder Ecke einen Copyshop und auch Scanner sind hier nicht Alltag. Nachdem es jetzt wieder freigeschaltet ist, ist die Ueberweisung seit 5 Tagen getaetigt, aber noch cniht angekommen. Wenn alles so laeuft wie zuvor gebe ich wahrscheinlich sobald das Geld auf der Karte ist, die PIN drei mal falsch ein, da sie spontan wegen zu vieler Geldabhebungsversuche geaendert wurde...
Anhang zu den Bankproblemen, die eh uninteressant sind, aber irgendwie doch lsutig
Wo soll ich anfangen. Die PIN fuer meine Girokarte habe ich und der Berater der Berliner Sparkasse versicherte mir, dass es damit moeglich sei, im Ausland an Kassen zu bezahlen und auch Geld mit Gebuehr abzuheben. Ging natuerlich nicht (wegen V-Pay). Geld auf meine Kreditkarte ueberweisen waere ja schoen und gut, aber da die Belriner Sparkasse das gute alte TAN-Verfahren abgeschafft hat und ich nurnoch via SMS-TAN Transaktionen taetigen kann, musste ich also mein Deutsches Handy hervorkramen und herausfinden, dass es kaputt ist. Die deutsche Karte passt natuerlich nciht in meine bolivianisches Handy, also probierte ich es von dem eines Freundes, kein Empfang. Daraufhin wurde mein Konto wegen 6 nicht angekommener TANS gesperrt und natuerlich kann man es nur telefonisch Regeln, aber durch die besetzten Leitungen kommt man ja nicht durch und teuer ist es von hier aus auch, aber an Geld komme ich ja nichht ran. Also hat sich Mama um das Entsperren des kontos gekuemmert, was natuerlich auch eine unterschreibene und eingescannte vollmacht meinerseits bedurfte. In Bolivien gibt es leider nicht an jeder Ecke einen Copyshop und auch Scanner sind hier nicht Alltag. Nachdem es jetzt wieder freigeschaltet ist, ist die Ueberweisung seit 5 Tagen getaetigt, aber noch cniht angekommen. Wenn alles so laeuft wie zuvor gebe ich wahrscheinlich sobald das Geld auf der Karte ist, die PIN drei mal falsch ein, da sie spontan wegen zu vieler Geldabhebungsversuche geaendert wurde...
18 Sieptembre
Ich war die letzten Tage dann doch mal beim Arzt und hatte wirklich Thyphus, aber es wurde rechtzeitig erkannt, im ersten Stadium des Thyphusfibers. Das erklaert auch meine Magenprobleme.
Aber es war schoen mal ein paar Tage ruhig in der Gastfamlilie zu verbringen und alle Eindruecke zu verarbeiten.
Ich wurde sehr suess umsorgt und es war immer Suppe da.
Habe mich erstaunlich schnell wieder erholt (dank Wunderantibiotika) und konnte somit auch wieder schnell arbeiten und die letzten Tage halt wirklich mal richtig arbeiten
Gerade sitze ich in der prallen Sonne vor der 30 Meter langen Mauer, die wir die letzten Tage besprayten. Die Wand ist gefuellt mit farbenfrohen Symbolen der Camba, der ansaessigen Bevoelkerungsgruppe Santa Cruzes und wirkt sehr lebendig. Ich habe gerade noch 4 Bolivianos, da mein Konto gesperrt ist. Ich habe zu haeufig versucht Geld mit einer V-Pay-Karte abzuheben. Es handelt sich hierbei um die neuste und sicherste Chiptechnologie, nur leider sind die Bankautomaten hier alles andere als neu. Nach Recherche liess sich feststellen, dass diese nur in einigen wenigen Laendern Europas vorhnden sind. Danke Beratung der Berliner-Sparkasse. Das Gute ist, dass man sich hier in Bolivien dafuer ein Ei, Brot, Zwiebeln und Tomaten kaufen kann. Ein Festschmaus also.
Aber es war schoen mal ein paar Tage ruhig in der Gastfamlilie zu verbringen und alle Eindruecke zu verarbeiten.
Ich wurde sehr suess umsorgt und es war immer Suppe da.
Habe mich erstaunlich schnell wieder erholt (dank Wunderantibiotika) und konnte somit auch wieder schnell arbeiten und die letzten Tage halt wirklich mal richtig arbeiten
Gerade sitze ich in der prallen Sonne vor der 30 Meter langen Mauer, die wir die letzten Tage besprayten. Die Wand ist gefuellt mit farbenfrohen Symbolen der Camba, der ansaessigen Bevoelkerungsgruppe Santa Cruzes und wirkt sehr lebendig. Ich habe gerade noch 4 Bolivianos, da mein Konto gesperrt ist. Ich habe zu haeufig versucht Geld mit einer V-Pay-Karte abzuheben. Es handelt sich hierbei um die neuste und sicherste Chiptechnologie, nur leider sind die Bankautomaten hier alles andere als neu. Nach Recherche liess sich feststellen, dass diese nur in einigen wenigen Laendern Europas vorhnden sind. Danke Beratung der Berliner-Sparkasse. Das Gute ist, dass man sich hier in Bolivien dafuer ein Ei, Brot, Zwiebeln und Tomaten kaufen kann. Ein Festschmaus also.
12 Septiembre - Gefaengnisspecial
Okay ich wollte heute ausfuehrlichst ueber vieles berichten und hatte auch sehr viele Ansaetze fuer kleine Anektdoten im Kopf, aber gerade wird alles von den Ereignissen dieser Nacht verdraengt.
Nach einem verkaterten, aber sehr lustigen Arbeitstag an einer Wand, die wir mit einheimischen Camba (die in Santa Cruz am meisten vertretene Bevoelkerungsgruppe) Symbolen bemalten und bespruehten, fand ich mich abends auf einer Kunstaustellung, auf der ich erstaunlich viele Leute kannte auch den Hauptaustellenden (sehr interessante, kadinskyaehnlich-abstrakte aquarelkompositionen). Entweder durch Arterias oder andere zufaellige Bekanntschaften, die vil mit Bier zu tun haben. Es handelt sich vorallem um Kuenstler und Fotografen, aber auch Architekten und irgendwie schon die obere Gesellschaftsschicht.
Nach interessanten Impressionen gignen wir dann etwas Trinken. Als ich die Bar wechseln wollten zu den Leuten von Arterias und den Deutschen, sah ich eine Gruppe gefaehrlich aussehender Jugendlicher in Hiphopkleidung, die rappten und mich provozierend anschauten. Wie so ueblich gessellte ich mich zu ihnen und rapte ein wenig mit (ich lade meinen Ballermann - an dieser Stelle danke ich Toni), der Rest war nciht so eloquent und im Takt bestimmt auch nicht, aber ich hoffe es klang wenigstens Ausdrucksstark.
Als wir auf Arterias zu sprechen kamen offenbarten sie mir, das sie alle als Graffiteros taetig waren und gemeinsame Freunde haetten. Als wir dann zum Thema Legalitat der Graffitis kamen, bog auch schon die Polizei um die Ecke und hielt an. Kein Wunder bei deren Outfits... Ob verzweifelter Versuche, mich aus der Sache rauszuhalten (ich passte wirklich nciht in die Gruppe der abgeranzten Hiphopkleidungtragender Jugendlicher), durfte ich mich mit aucf die Bank quetschen und war irgendwie verhaftet. Da die Gruppe eine Flasche Vodka leerte, was hier oeffentlich verboten ist, war ich irgendwie verhaftet und dezent verwirrt. Waehrend der Fahrt wandelte sich die Stimmung von angespannt-aengstlich in heiter-angetrrunken und sie untrhielten sich sogar mit den Polizisten ueber Rap. In der Station angekommenwurden wir jedoch unfreundlich ueber das Verbot von Alkoholkonsum in der Oeffentlichkeit belehrt und jeder durfte mal aus dem Gesetzbuch den Artikel vorlesen, wobeizwei der Jungen klaeglich an den vielen Buchstaben scheiterten. Dannach wurden wir dann in eine nach Faekalien stinkende Zelle wortwoertlich geschoben. Da sich jedoch schon 3 andere, anscheinend auf Drogen seinede, vernarbte Gestalten (sie sahen so aus, als haben sie die Halefte ihres Lebens in diesem Loch verbracht) in der Zelle befanden, fand ich die Situation garnichtmehr so lustig, vorallem da ich nicht wusste, wie lang ich jetzt da sein wuerde und wollte anfangen um meine Freilassung zu verhandeln. Die anderen Jugendlichen hielten mich zurueck. Mit dem Argument, wir seien mehr Personen falls es zu Auseinandersetzungen kommen sollte und dass wir eine Stunde warten sollen, da die Polizisten nur auf ein hohen Betrag hofften.
Die naechsten zwei Stunden wurde dann abwechselnd in die Ecke gepisst und wir bemalten dann die Waende, so dass zwischen den Beleidigungen und Drohungen gegen Polizisten jetzt auch ein paar brauchbare Zeichnungen zu finden sind. Es wurden natuerlich auch Gefaengnissselfies gemacht und die Situation schien niemandem wirklich sehr unangenehm.
Nach zwei Stunden und etwas Verhandeln erkauften wir uns dann die Freiheit fuer umgerechnet 5 Euro pro Person und wurden in die Nacht entlassen. Auf dem Weg zurueck kauften die anderen sich erstmal ein Bier und tranken auf ihre wiedergewonnene Freiheit. Natuerlich auf der Strasse. Ich begnuegte mich mit einer Cola und machte mich auf den Weg zurueck zu meinen Freunden entlang der Ramada, einer Strasse voll von taumelnder und duesterer Gestalten, die keinen guten Ruf hat.
Nach einem verkaterten, aber sehr lustigen Arbeitstag an einer Wand, die wir mit einheimischen Camba (die in Santa Cruz am meisten vertretene Bevoelkerungsgruppe) Symbolen bemalten und bespruehten, fand ich mich abends auf einer Kunstaustellung, auf der ich erstaunlich viele Leute kannte auch den Hauptaustellenden (sehr interessante, kadinskyaehnlich-abstrakte aquarelkompositionen). Entweder durch Arterias oder andere zufaellige Bekanntschaften, die vil mit Bier zu tun haben. Es handelt sich vorallem um Kuenstler und Fotografen, aber auch Architekten und irgendwie schon die obere Gesellschaftsschicht.
Nach interessanten Impressionen gignen wir dann etwas Trinken. Als ich die Bar wechseln wollten zu den Leuten von Arterias und den Deutschen, sah ich eine Gruppe gefaehrlich aussehender Jugendlicher in Hiphopkleidung, die rappten und mich provozierend anschauten. Wie so ueblich gessellte ich mich zu ihnen und rapte ein wenig mit (ich lade meinen Ballermann - an dieser Stelle danke ich Toni), der Rest war nciht so eloquent und im Takt bestimmt auch nicht, aber ich hoffe es klang wenigstens Ausdrucksstark.
Als wir auf Arterias zu sprechen kamen offenbarten sie mir, das sie alle als Graffiteros taetig waren und gemeinsame Freunde haetten. Als wir dann zum Thema Legalitat der Graffitis kamen, bog auch schon die Polizei um die Ecke und hielt an. Kein Wunder bei deren Outfits... Ob verzweifelter Versuche, mich aus der Sache rauszuhalten (ich passte wirklich nciht in die Gruppe der abgeranzten Hiphopkleidungtragender Jugendlicher), durfte ich mich mit aucf die Bank quetschen und war irgendwie verhaftet. Da die Gruppe eine Flasche Vodka leerte, was hier oeffentlich verboten ist, war ich irgendwie verhaftet und dezent verwirrt. Waehrend der Fahrt wandelte sich die Stimmung von angespannt-aengstlich in heiter-angetrrunken und sie untrhielten sich sogar mit den Polizisten ueber Rap. In der Station angekommenwurden wir jedoch unfreundlich ueber das Verbot von Alkoholkonsum in der Oeffentlichkeit belehrt und jeder durfte mal aus dem Gesetzbuch den Artikel vorlesen, wobeizwei der Jungen klaeglich an den vielen Buchstaben scheiterten. Dannach wurden wir dann in eine nach Faekalien stinkende Zelle wortwoertlich geschoben. Da sich jedoch schon 3 andere, anscheinend auf Drogen seinede, vernarbte Gestalten (sie sahen so aus, als haben sie die Halefte ihres Lebens in diesem Loch verbracht) in der Zelle befanden, fand ich die Situation garnichtmehr so lustig, vorallem da ich nicht wusste, wie lang ich jetzt da sein wuerde und wollte anfangen um meine Freilassung zu verhandeln. Die anderen Jugendlichen hielten mich zurueck. Mit dem Argument, wir seien mehr Personen falls es zu Auseinandersetzungen kommen sollte und dass wir eine Stunde warten sollen, da die Polizisten nur auf ein hohen Betrag hofften.
Die naechsten zwei Stunden wurde dann abwechselnd in die Ecke gepisst und wir bemalten dann die Waende, so dass zwischen den Beleidigungen und Drohungen gegen Polizisten jetzt auch ein paar brauchbare Zeichnungen zu finden sind. Es wurden natuerlich auch Gefaengnissselfies gemacht und die Situation schien niemandem wirklich sehr unangenehm.
Nach zwei Stunden und etwas Verhandeln erkauften wir uns dann die Freiheit fuer umgerechnet 5 Euro pro Person und wurden in die Nacht entlassen. Auf dem Weg zurueck kauften die anderen sich erstmal ein Bier und tranken auf ihre wiedergewonnene Freiheit. Natuerlich auf der Strasse. Ich begnuegte mich mit einer Cola und machte mich auf den Weg zurueck zu meinen Freunden entlang der Ramada, einer Strasse voll von taumelnder und duesterer Gestalten, die keinen guten Ruf hat.
11 Sieptembre
Das mit dem Visa wurde natuerlich gestern nicht geklaert.
Dafuer hatten wir den Nachmittag frei und Marvin und ich sind mal raus aus der Stadt in einen botanischen Garten gefahren. Dieser ist unglaublich exotisch und neben Straussen, haben wir auch einen Leguan und Krokodile gesehen. Irgendwie haben wir es geschafft uns im botanischen Urwald zu verlaufen, aber dafuer haben wir haben schoene Federn, und Handflaechengrosse Schmetterlinge und eine Schlangenhaut gefunden.
Nach bei bruetender Hitze und ohne Wasser kamen wir dann auf die Idee Tarzan mit Lianen zu spielen. Marvina war Tarzan, ich war Jane.
Es macht wirklich Spass und man kann sich glaube ich wirklich ein Baumbett daraus basteln.
Dafuer hatten wir den Nachmittag frei und Marvin und ich sind mal raus aus der Stadt in einen botanischen Garten gefahren. Dieser ist unglaublich exotisch und neben Straussen, haben wir auch einen Leguan und Krokodile gesehen. Irgendwie haben wir es geschafft uns im botanischen Urwald zu verlaufen, aber dafuer haben wir haben schoene Federn, und Handflaechengrosse Schmetterlinge und eine Schlangenhaut gefunden.
Nach bei bruetender Hitze und ohne Wasser kamen wir dann auf die Idee Tarzan mit Lianen zu spielen. Marvina war Tarzan, ich war Jane.
Es macht wirklich Spass und man kann sich glaube ich wirklich ein Baumbett daraus basteln.
10 Sieptembre
Wie irgendwie jeden morgen sitzte ich wieder im holpernden Bus und meine so oder so nicht allzu leserliche Schrift mutiert zu unfoermigen Wellenlinien. Wie irgendwie jeden Morgen bin ich etwas zu spaet aufgestanden, aber jetzt auf dem Weg zur Migration, meiner Heimat in den letzten zwei Tagen. Gleich soll eigentlich mein letzter Termin stattfinden, so dass ich mein Visum bekomme. Allerdings wurde dieser auch schon vor zwei Tagen angesetzt, aber aufgrund diverer fehleintragungen der bolivianischen Behoerden (da Goertz ja nicht spanisch ist, war ich ploetzlich Cortez) und der Umstationierung einer Registrierungsstation, so dass man 5 Stunden anstehtauch wenn man eine Stunde vor Oeffnungszeit da ist sowie der Fakt, dass die Polizisten hier lieber die deutschen Maedchen nach ihrer Nummer fragen, anstatt ihren job zu machen, haben die Ausgabe verzoegert und mir die letzten Tage nicht wirklich versuesst. Haetten wir keinen Transmittator angeheuert, der Beziehungen hat und auch Schmiergelder fliessen laesst, waere ich mein Jahr wohl illegal in Bolivien verbracht.
Wie auch immer, die alten Freiwilligen sind jetzt weg, eine verplante Truppe, mit der man viel Spass haben konnte und an deren Leben ich in den letzten Tagen ziemlich viel teilhatte. Die neuen sind dann auch gestern angekommen und wirken erstmal so, als koennte man auch Spass mit ihnen haben.
Als wir sie abholten legte ich mcih aufgrund einstuendiger Verspaetung dihres Fluges und Verkatertseiens nochmal in einen leeren Bus vor dem Flughafengebauede schlafen. Der Busfahrer vergass allerdings, mich zu wecken und irgendwie habe ich dadurch die Ankunft etwas verpasst.
In den letzten Tagen war ich nciht so viel im Projekt, aber einige Kinder habe ich - und sie mich - jetzt schon ins Herz geschlossen. Kinder sind intuitiv dankbar fuer jede kleinste Aufmerksamkeit, die man ihnen schenkt.
Und ob meines gebrochenen Spanisches, begnuegen sie sich damit, wenn ich sie anlaechel und mit "si claro" antworte und ab und zu mit ihenen spiele. Mit Erwachsenen verhaelt es sich leider nicht so. Nicht immer.
Bei dem Puppentheaterkurs lassen sich lustigrweise schon in dem jungen Alter verschiedene Denk- und Ausdrucksweisen sowie Abweichungen im Grad der Kreativitaet der Kinder feststellen und laesst in einigen Faellen auch schon auf die spaetere Entwicklung schliessen. Man sieht auch deutlich welche Kinder mit viel Fernsehen um sich herum aufwachsen und die Fantasievorstellungen von sich als Prinzessin (ueberwiegend Maedchen) oder als Superheld(...) haben und welche doch noch einen etwas ausgepraegtere und interessantere Fantasie haben.
Besonder auffallend ist ein energiereiches Maedchen names Diana, die seitdem ich Loewe mit ihr gespielt habe, Jede Minute ca 5 mal Leon ruft und ca 5 mal um mich rumspringt und auch ihr Charakter ist ein blutruenstiger Loewe, an dem ich irgendwie mehr arbeite als sie, da sie immer um mich rumspringt.
Wie auch immer, die alten Freiwilligen sind jetzt weg, eine verplante Truppe, mit der man viel Spass haben konnte und an deren Leben ich in den letzten Tagen ziemlich viel teilhatte. Die neuen sind dann auch gestern angekommen und wirken erstmal so, als koennte man auch Spass mit ihnen haben.
Als wir sie abholten legte ich mcih aufgrund einstuendiger Verspaetung dihres Fluges und Verkatertseiens nochmal in einen leeren Bus vor dem Flughafengebauede schlafen. Der Busfahrer vergass allerdings, mich zu wecken und irgendwie habe ich dadurch die Ankunft etwas verpasst.
In den letzten Tagen war ich nciht so viel im Projekt, aber einige Kinder habe ich - und sie mich - jetzt schon ins Herz geschlossen. Kinder sind intuitiv dankbar fuer jede kleinste Aufmerksamkeit, die man ihnen schenkt.
Und ob meines gebrochenen Spanisches, begnuegen sie sich damit, wenn ich sie anlaechel und mit "si claro" antworte und ab und zu mit ihenen spiele. Mit Erwachsenen verhaelt es sich leider nicht so. Nicht immer.
Bei dem Puppentheaterkurs lassen sich lustigrweise schon in dem jungen Alter verschiedene Denk- und Ausdrucksweisen sowie Abweichungen im Grad der Kreativitaet der Kinder feststellen und laesst in einigen Faellen auch schon auf die spaetere Entwicklung schliessen. Man sieht auch deutlich welche Kinder mit viel Fernsehen um sich herum aufwachsen und die Fantasievorstellungen von sich als Prinzessin (ueberwiegend Maedchen) oder als Superheld(...) haben und welche doch noch einen etwas ausgepraegtere und interessantere Fantasie haben.
Besonder auffallend ist ein energiereiches Maedchen names Diana, die seitdem ich Loewe mit ihr gespielt habe, Jede Minute ca 5 mal Leon ruft und ca 5 mal um mich rumspringt und auch ihr Charakter ist ein blutruenstiger Loewe, an dem ich irgendwie mehr arbeite als sie, da sie immer um mich rumspringt.
7 Sieptembre
Auf dem Weg ins Zentrum habe ich einem mittellos aussehenden Jungen eines meiner Biere gegeben, da ich irgendwie nicht alleine im Bus trinken wollte. Wir unterhielten uns ganz nett, aber ich war schockiert, als er mich dann beim Aussteigen nach 10 Bolivianos fragte. Nach meiner abweisenden Reaktion schien er sich dann auch etwas zu schaemen, oder aber er war einfach nur enttaeuscht. Auf jeden Fall hinterfragte ich, inwieweit es gut war, ihm das Bier anzubieten und werde ich mich eventuell mit Almosen in naechster Zeit zurueckhalten. Man muss vielleicht an anderen Punkten und vorallen in juengerem Alter versuchen Strukturen zu geben und Alternativen zu bieten.
6 Sieptembre
Ich vergass heute mein Handy im Bus, bemerkte es jedoch und sprintete dem Bus hinterher. Ob des seltenen Anblicks rennender Leute hier wurde mir applaudiert waehrend ich mir die Lunge aus dem leib hechelte. Nach ungefahr zwei, aber gefuehlten zehn Minuten reichte mir ein netter Herr es aus dem Fenster des fahrnden Busses.
5 Sieptembre
Gestern waren Anderson und ich auf einem Holzmarkt, damit ich herausfinden kann, welches Holz mir sowohl von der Farbe als auch der Qualitat am besten gefaellt. Die tropischen Hoelzer weisen unterschiedliche Qualitaeten auf und scheinen sehr haltbar und teilweise unglaublich schwer zu sein. Nachdem ich mich auf zwei Holzsorten (Tajibo und Curupau) fuer die Herstellung Tische und Regale sowohl zur Einrichtung meines Zimmers als auch des Bueros und Lagerraumes Arterias, festgelegt hatte, fuhren wir nach Najahio um dort geeignete Baeume zu finden. Dafuer mussten wir uns allerding durch einen dichten Wald kaepfen. Es war steil und dornig und wundersam sich im dichten Dickicht zu befinden so ohne Orientierung aussr der Sonne und der Steigung. Das wird dann im Urwald noch verstaerkt so sein und ich freu mich shcon auf meinen ersten Urwaldausflug. Wir sahen einen Affen, einen farbenfrohen Vogel, einen blaulichen Schmetterling und zu meiner Freude auch ein Babykrokodil. Wir sahn auch Spuren eines groesseren denen ich folgen wollte, aber Anderson meinte, es sei ueber einen Meter gross und auch ziemlich schnell. Als Souvenir des Ausfluges nahm ich einige vernetzte Lianen mit flechtenartiger Struktur mit, zur Weiterverarbeitung bei Arterias. Die wellenfoermig-verflochtene Struktur ist schwer zu beschreiben, aber auesserst schoen. Ich freu mich auf die Erstellung der Moebel.
3 Sieptembre
Die ganze Stadt ist geld. Hier gibt es einen Baum namens Tajbo, der immer im September fuer genau 3 Tage ein volles Bluetenkleid und nur minimal Blaetter aufweist.
Es flog ein Schmetterling durch den Omnibus.
Ein fliegender, blaulich schillender Grashuepfer landete auf meinem Augenlid.
Es flog ein Schmetterling durch den Omnibus.
Ein fliegender, blaulich schillender Grashuepfer landete auf meinem Augenlid.
1 Sieptembre
Ich sitze gerade auf dem wahrscheinlich aermsten Markt in Santa Cruz und warte drauaf, dass mein deutsches Handy laed. Meine letzten 2 Boliviana habe ich dafuer ausgegeben es an einem Strassenstand fuer Handies aufzuladen. Sobald es aufgeladen ist, kann ich via Internetbanking Geld auf meine Kreditkarte laden und muss nicht die ganze Zeit sagen: No tengo dinero.
Ich glaube, ich muss anch hause laufen.
So wie die Leute mich hier angaffen, werde ich wahrscheinlich ausgeraubt, aber zum Glueck habe ich ja nichts... ausser meines Lebens und halt dummerweise blonde Haare.
Ich glaube, ich muss anch hause laufen.
So wie die Leute mich hier angaffen, werde ich wahrscheinlich ausgeraubt, aber zum Glueck habe ich ja nichts... ausser meines Lebens und halt dummerweise blonde Haare.
30 Augusto - aus dem Verkehr
Taeglich verbringe ich mehr Zeit im Projekt und auf den Maerkten. Dort findet man naturbearbeitetes Leder fuer 1 Euro pro Quadratmeter und auch Portmonaits aus dem leder von Riesenfroeschen, ein makaberer Anblick.
Seitdem ich "Danke" in quechua sagen kann, lauft die Kommunikation mit den ueberaus herzlichen Koechinnen unserer Mittagsessensstaette einwandfrei und ich bekomme wesentlich groessere Portionen.
Da ich den guten alten Doener sehr vermisse, habe ich mit ihnen geplant in Zukunft mal Doener zu machen. Einen Griechen, der Doenerfleisch verkauft, habe ich schon aufgetrieben und gute Sossen gibt es in einem argentinischen Burgerladen. Wenn also in 2 Monaten alle Deutschen das Verlangen anch Doener ueberkommt, wird dem vorgebeugt sein.
Mittlerweile habe ich bemerkt, dass es hier an den Verkehrsschluesselpunkten sogar Ampeln gibt, die fuer 60 Sekunden rot sind und einen Countdown haben, wobei zu gelten scheint: Je mutiger man ist, desto frueher faehrt man durch die Nachzuegler hindurch.
Die Motorraeder fuehren hierbei die Mutskala mit an und fahren bei ca 10 Sekunden los, gefolgt von den Bussen und Autos mit 5.
Andererseits scheint auch zu gelten: Je cooler man ist, desto laenger faeht man noch los, auch wenn schon rot ist.
Man kann sich aj ungefaehr vorstellen wie das daraus folgende Verkehrschaos aussieht und ich habe jetzt auch eine Erklaerung fuer die ueberwiegende Abstinenz von Ampeln gefunden.
Vorfahrt hat derjenige mit dem groesseren Auto oder wer die schnelleren Reaktionen auf Verkehrsluecken hat. Oder einfach der, der am lautesten hupt. Die einzige Regel scheint einfach zu sein: Hauptsache mein Auto bleibt ganz.
Etwas wunderlich, aber ob der wenigen Unfaelle sollte das Deutshce Verkehrssystem sich einfach dem suedamerikanischen anpassen. Lustig waer es auf jeden Fall und die Agressionen auf die Busfahrer, die einen sehen und dennoch weiterfahren, gaebe es auch nicht mehr, hier halten die Busse auf Wink an, denn Busstationen gibs hier nicht.
Seitdem ich "Danke" in quechua sagen kann, lauft die Kommunikation mit den ueberaus herzlichen Koechinnen unserer Mittagsessensstaette einwandfrei und ich bekomme wesentlich groessere Portionen.
Da ich den guten alten Doener sehr vermisse, habe ich mit ihnen geplant in Zukunft mal Doener zu machen. Einen Griechen, der Doenerfleisch verkauft, habe ich schon aufgetrieben und gute Sossen gibt es in einem argentinischen Burgerladen. Wenn also in 2 Monaten alle Deutschen das Verlangen anch Doener ueberkommt, wird dem vorgebeugt sein.
Mittlerweile habe ich bemerkt, dass es hier an den Verkehrsschluesselpunkten sogar Ampeln gibt, die fuer 60 Sekunden rot sind und einen Countdown haben, wobei zu gelten scheint: Je mutiger man ist, desto frueher faehrt man durch die Nachzuegler hindurch.
Die Motorraeder fuehren hierbei die Mutskala mit an und fahren bei ca 10 Sekunden los, gefolgt von den Bussen und Autos mit 5.
Andererseits scheint auch zu gelten: Je cooler man ist, desto laenger faeht man noch los, auch wenn schon rot ist.
Man kann sich aj ungefaehr vorstellen wie das daraus folgende Verkehrschaos aussieht und ich habe jetzt auch eine Erklaerung fuer die ueberwiegende Abstinenz von Ampeln gefunden.
Vorfahrt hat derjenige mit dem groesseren Auto oder wer die schnelleren Reaktionen auf Verkehrsluecken hat. Oder einfach der, der am lautesten hupt. Die einzige Regel scheint einfach zu sein: Hauptsache mein Auto bleibt ganz.
Etwas wunderlich, aber ob der wenigen Unfaelle sollte das Deutshce Verkehrssystem sich einfach dem suedamerikanischen anpassen. Lustig waer es auf jeden Fall und die Agressionen auf die Busfahrer, die einen sehen und dennoch weiterfahren, gaebe es auch nicht mehr, hier halten die Busse auf Wink an, denn Busstationen gibs hier nicht.
28 Augusto
Es ist verrueckt hier, gerade hat eine aeltere Dame mir, mich belaechelnd, den Weg zum richtigen Bus gezeigt da sie merkte, dass ich in die falsche Richtung fuhr. Sie wartete mit mir auf den Bus und da sie in der Naehe von Arterias Urbanas wohnt, meinte sie, ich koenne gerne zum Mittagessen vorbeikommen und dass ihr Sohn an meinem Zeichenkurs teilnehmen werde. Sie will auch in naechster Zeit vorbeikommen und ein Portrait von sich malen lassen. Generell sind die Leute hier irgendwie wie eine Familie und schenken einem gerne ihr Ohr, ihre Zeit und ihre Aufmerksamkeit (eine Klimax) ohne etwas dafuer zu erwarten zu scheinen.
Bei Arterias verbringe ich viel Zeit, da zusammen Kunstprojekte geplant werden und zusammen gegessen, gelacht, getrunken wird. Stress oder Zeitdruck scheinen Fremdwoerter zu sein.
Romina ist eine interessante Nomadin in deren Curso di titere (ein Puppenspielkurs, bei dem die Kinder sich ihren Charakter selber ausdenken und dann auch die Puppen selber basteln - um am sich am Ende ein Theaterstueck auszudenken, was vor ihren Eltern vorgefuert wird) wir eingebunden sein werden.
Sie und Kathi machen manchmal Yogauebungen, Juan faengt an zu Trommeln und Felix spielt Gitarre, Victor jongliert mit Macheten und eine andere Gruppe turnt komisch aufeinander rum (keine Ahnung wie der Sport heisst). Unsere Mentoren David und Milton zeigen uns gerne ihre Videos, eine Seite namens ArtTrenta, die die Kunst Santa Cruzes verbreitet.
Anstatt wie gedacht unter mittellosen Kuenstler und Strassenkindern (was es natuerlich auch beides gibt) zu arbeiten, scheine ich in eine ziemlich alternative und aktuelle Szene geraten zu sein. Gestern waren wir im groessten Theater Santa Cruzes zu dessen 10-Jaehrugem Bestehen - soweit ich verstanden habe. Es wurde Orthello aufgefuehrt und anhand der gut gekleideten Leute fuehlte ich mcih zum ersten Mal wieder so, als sei ich in Europa. Wir hatten sogar Einladungen und gute Plaetze. Obwohl ich nur ungefaehr drei Dialoge verstand (das auch nur weil ich zufaellig letzte Wochen die ersten paar Seiten jenes Dramas las), empfand ich es als durchaus gelungene Vorstellung. Der Applaus liess darauf schliessen, dass es nciht nur mir so ging. Im Anschluss wurden wir direkt zu den Schauspielern gefuehrt mit denen wir dann auch noch etwas Trinken gingen. Nicht mehr auf der Buehne waren sie keineswegs mehr die unantastbaren Gestalten und schienen neben dem quicklebendigem Haufen von Arterias sogar etwas ruhig. Wir suchten wieder die von Auslaendern wimmelnde Raeggebar Maratulde auf und mein Abend endete mit der tollen Idee im Pool meines Onkels schwimmen zu gehen. Angekommen fiel mir aber ein, dass ich tags zuvor ein totes Huhn aus jenem fischte und warte lieber doch noch bis zur Reinigung.
Bei Arterias verbringe ich viel Zeit, da zusammen Kunstprojekte geplant werden und zusammen gegessen, gelacht, getrunken wird. Stress oder Zeitdruck scheinen Fremdwoerter zu sein.
Romina ist eine interessante Nomadin in deren Curso di titere (ein Puppenspielkurs, bei dem die Kinder sich ihren Charakter selber ausdenken und dann auch die Puppen selber basteln - um am sich am Ende ein Theaterstueck auszudenken, was vor ihren Eltern vorgefuert wird) wir eingebunden sein werden.
Sie und Kathi machen manchmal Yogauebungen, Juan faengt an zu Trommeln und Felix spielt Gitarre, Victor jongliert mit Macheten und eine andere Gruppe turnt komisch aufeinander rum (keine Ahnung wie der Sport heisst). Unsere Mentoren David und Milton zeigen uns gerne ihre Videos, eine Seite namens ArtTrenta, die die Kunst Santa Cruzes verbreitet.
Anstatt wie gedacht unter mittellosen Kuenstler und Strassenkindern (was es natuerlich auch beides gibt) zu arbeiten, scheine ich in eine ziemlich alternative und aktuelle Szene geraten zu sein. Gestern waren wir im groessten Theater Santa Cruzes zu dessen 10-Jaehrugem Bestehen - soweit ich verstanden habe. Es wurde Orthello aufgefuehrt und anhand der gut gekleideten Leute fuehlte ich mcih zum ersten Mal wieder so, als sei ich in Europa. Wir hatten sogar Einladungen und gute Plaetze. Obwohl ich nur ungefaehr drei Dialoge verstand (das auch nur weil ich zufaellig letzte Wochen die ersten paar Seiten jenes Dramas las), empfand ich es als durchaus gelungene Vorstellung. Der Applaus liess darauf schliessen, dass es nciht nur mir so ging. Im Anschluss wurden wir direkt zu den Schauspielern gefuehrt mit denen wir dann auch noch etwas Trinken gingen. Nicht mehr auf der Buehne waren sie keineswegs mehr die unantastbaren Gestalten und schienen neben dem quicklebendigem Haufen von Arterias sogar etwas ruhig. Wir suchten wieder die von Auslaendern wimmelnde Raeggebar Maratulde auf und mein Abend endete mit der tollen Idee im Pool meines Onkels schwimmen zu gehen. Angekommen fiel mir aber ein, dass ich tags zuvor ein totes Huhn aus jenem fischte und warte lieber doch noch bis zur Reinigung.
27 Augusto
Wenn man schonmal zu 7 in einem Taxi ist und der Taxifahrer die Musik voll aufgedreht sich neben seiner vollen Cocabacke noch etwas Koks ins Maul stopft, wird einem schon manchmal mulmig zumute. Auf den Parties hier wird viel Salsa und Lateinamerikanisch getanzt, alleine oder in Paerchen. Auf jedenfall entsteht dadurch eine sehr ausgelassene und gute Stimmung, da es hier jeder irgendwie kann und auch fuer Interaktion auf de Tanzflaeche sorgt.
Diese Woche habe ich ein Huhn begaben, das ich zuvor aus dem Pool gefischt habe. Das lueckige Gefieder liess auf eine Stellung ganz unten in der Hackordnung schliessen. Eventuell hat es sich selbst ertraenkt aufgrund fehlender Anerkennung innerhalb des Huehnerhaufens. Jedenfalls habe ich beschlossen mehr zu fuettern um eventuell folgende Verzweiflungs- oder Hungertode der Huehner zu vermeiden (und damit eine Konternation meines Erholungbereiches)
Der woechentlich von Arterias Urbanas veranstaltete Circle de Cine ist eine Projektion von meist Kinderfilmen und Kurzfilmen an eine sich auf unserem Amphietheater befindende Leinwand. Dabei wird diese Moeglichkeit auch von vielen Erwachsenen und Mitgliedern Arterias genutzt um das Freilichspektakel mit wuselndem Kindergetreibe zu geniessen. Die Atmosphaere ist aussergewoehnlich angenehm. Ein besonders rueherender Kurzfilm, den ich mir merken und weiterempfehelen will: ahorita te lo paso.
Diese Woche habe ich ein Huhn begaben, das ich zuvor aus dem Pool gefischt habe. Das lueckige Gefieder liess auf eine Stellung ganz unten in der Hackordnung schliessen. Eventuell hat es sich selbst ertraenkt aufgrund fehlender Anerkennung innerhalb des Huehnerhaufens. Jedenfalls habe ich beschlossen mehr zu fuettern um eventuell folgende Verzweiflungs- oder Hungertode der Huehner zu vermeiden (und damit eine Konternation meines Erholungbereiches)
Der woechentlich von Arterias Urbanas veranstaltete Circle de Cine ist eine Projektion von meist Kinderfilmen und Kurzfilmen an eine sich auf unserem Amphietheater befindende Leinwand. Dabei wird diese Moeglichkeit auch von vielen Erwachsenen und Mitgliedern Arterias genutzt um das Freilichspektakel mit wuselndem Kindergetreibe zu geniessen. Die Atmosphaere ist aussergewoehnlich angenehm. Ein besonders rueherender Kurzfilm, den ich mir merken und weiterempfehelen will: ahorita te lo paso.
26 Augusto
Ich habe mich wohl oder uebel mit den Strassenstaenden uebernommen. Da helfen jetzt nurnoch Kohletabletten, Bananen und viel Tee. Bestimmt habe ich Thyphus, Hepatitis A, Parasiten und Wuermer auf einmal. So fuehlt es sich an. Dafuer sollte die Darmflora so zerstoert sein, dass sich eine alles Tollerierende aufbaut.
Als ich mich bei Otto etwas erholte und die Huehner fuetterte fand ich neben einigen Aesten auch ein totes Huhn im Pool. Ich habe es herausgefischt. Jetzt liegt es tot im Garten.
Heute Morgen wurden mir meine Aufgaben bei der Arbeit nochmal genauer erklaert, die wichtigsten Punkte hierbei waren: keine Kinder schlagen erstens, das Wasser hier nicht trinken zweitens.
Als ich mich bei Otto etwas erholte und die Huehner fuetterte fand ich neben einigen Aesten auch ein totes Huhn im Pool. Ich habe es herausgefischt. Jetzt liegt es tot im Garten.
Heute Morgen wurden mir meine Aufgaben bei der Arbeit nochmal genauer erklaert, die wichtigsten Punkte hierbei waren: keine Kinder schlagen erstens, das Wasser hier nicht trinken zweitens.
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