Okay ich wollte heute ausfuehrlichst ueber vieles berichten und hatte auch sehr viele Ansaetze fuer kleine Anektdoten im Kopf, aber gerade wird alles von den Ereignissen dieser Nacht verdraengt.
Nach einem verkaterten, aber sehr lustigen Arbeitstag an einer Wand, die wir mit einheimischen Camba (die in Santa Cruz am meisten vertretene Bevoelkerungsgruppe) Symbolen bemalten und bespruehten, fand ich mich abends auf einer Kunstaustellung, auf der ich erstaunlich viele Leute kannte auch den Hauptaustellenden (sehr interessante, kadinskyaehnlich-abstrakte aquarelkompositionen). Entweder durch Arterias oder andere zufaellige Bekanntschaften, die vil mit Bier zu tun haben. Es handelt sich vorallem um Kuenstler und Fotografen, aber auch Architekten und irgendwie schon die obere Gesellschaftsschicht.
Nach interessanten Impressionen gignen wir dann etwas Trinken. Als ich die Bar wechseln wollten zu den Leuten von Arterias und den Deutschen, sah ich eine Gruppe gefaehrlich aussehender Jugendlicher in Hiphopkleidung, die rappten und mich provozierend anschauten. Wie so ueblich gessellte ich mich zu ihnen und rapte ein wenig mit (ich lade meinen Ballermann - an dieser Stelle danke ich Toni), der Rest war nciht so eloquent und im Takt bestimmt auch nicht, aber ich hoffe es klang wenigstens Ausdrucksstark.
Als wir auf Arterias zu sprechen kamen offenbarten sie mir, das sie alle als Graffiteros taetig waren und gemeinsame Freunde haetten. Als wir dann zum Thema Legalitat der Graffitis kamen, bog auch schon die Polizei um die Ecke und hielt an. Kein Wunder bei deren Outfits... Ob verzweifelter Versuche, mich aus der Sache rauszuhalten (ich passte wirklich nciht in die Gruppe der abgeranzten Hiphopkleidungtragender Jugendlicher), durfte ich mich mit aucf die Bank quetschen und war irgendwie verhaftet. Da die Gruppe eine Flasche Vodka leerte, was hier oeffentlich verboten ist, war ich irgendwie verhaftet und dezent verwirrt. Waehrend der Fahrt wandelte sich die Stimmung von angespannt-aengstlich in heiter-angetrrunken und sie untrhielten sich sogar mit den Polizisten ueber Rap. In der Station angekommenwurden wir jedoch unfreundlich ueber das Verbot von Alkoholkonsum in der Oeffentlichkeit belehrt und jeder durfte mal aus dem Gesetzbuch den Artikel vorlesen, wobeizwei der Jungen klaeglich an den vielen Buchstaben scheiterten. Dannach wurden wir dann in eine nach Faekalien stinkende Zelle wortwoertlich geschoben. Da sich jedoch schon 3 andere, anscheinend auf Drogen seinede, vernarbte Gestalten (sie sahen so aus, als haben sie die Halefte ihres Lebens in diesem Loch verbracht) in der Zelle befanden, fand ich die Situation garnichtmehr so lustig, vorallem da ich nicht wusste, wie lang ich jetzt da sein wuerde und wollte anfangen um meine Freilassung zu verhandeln. Die anderen Jugendlichen hielten mich zurueck. Mit dem Argument, wir seien mehr Personen falls es zu Auseinandersetzungen kommen sollte und dass wir eine Stunde warten sollen, da die Polizisten nur auf ein hohen Betrag hofften.
Die naechsten zwei Stunden wurde dann abwechselnd in die Ecke gepisst und wir bemalten dann die Waende, so dass zwischen den Beleidigungen und Drohungen gegen Polizisten jetzt auch ein paar brauchbare Zeichnungen zu finden sind. Es wurden natuerlich auch Gefaengnissselfies gemacht und die Situation schien niemandem wirklich sehr unangenehm.
Nach zwei Stunden und etwas Verhandeln erkauften wir uns dann die Freiheit fuer umgerechnet 5 Euro pro Person und wurden in die Nacht entlassen. Auf dem Weg zurueck kauften die anderen sich erstmal ein Bier und tranken auf ihre wiedergewonnene Freiheit. Natuerlich auf der Strasse. Ich begnuegte mich mit einer Cola und machte mich auf den Weg zurueck zu meinen Freunden entlang der Ramada, einer Strasse voll von taumelnder und duesterer Gestalten, die keinen guten Ruf hat.
immer diese rappenden ( mit einem p ist es englisch für vergewaltigen) jugendlichen haha du gangster :D
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