Freitag, 22. August 2014

19 Augusto



Neben dem Gekko, den ich mittlerweile Zimmergenosse nennen darf, habe ich heute morgen auch eine Ameisenstrasse entdeckt, die durch mein Zimmer fuehrt.
Mein Wilkommensessen am Sonntag endete mit einem um halb 6 nachmittags ins Bett gehendem Leon und wenig Erinnerungen. Ich habe nun saemtliche Teile eines Schafes probiert, weiss allerding nicht mehr genau, welcher Teil wie schmeckte.
Die letzten Tage habe ich viel mit Veronika und Marvin im Projekt verbracht und gezeichnet, wir haben noch keine richtige Aufgabe und sollen uns erstmal eingewoehnen. Durch die Kontakte zum Projekt haben sich uns diverse Leute unterschiedlicher Nationalitaeten vorgestellt, die allesamt interessanten kuenstlerischen Taetigkeiten von jonglieren(mit Messern) bis Taetowieren oder auf dem Trapez herumtollen reichen und eine freie Lebenseinstellung haben. Arterias Urbanas scheint auch eine Anlaufstelle fuer reisende Kunstinteressierte zu sein und es handelt sich um einen kuenstlerischen Austauschpunkt. Ich habe ein gutes Gefuehl was das Jahr angeht.
Irgendwie scheint Zeit hier eine untergeordnete Rolle zu spielen. Es wird nciht viel darueber geredet (oder ich versteh es nicht) und macht das Leben langsamer, in meinen Augen angenehmer. Die Leute hier hadern nicht viel und scheinen sorgloser, wobei sie nach deutscher Ansicht wesentlich mehr Sorgen haben sollten. Vielleicht macht es die viele Sonne.
Nachdem ich mir den Schluessel fuer das Haus meines Onkels abgeholt habe, der fuer einen Monat nach Deutschland reist und dessen Huehner ich fuettern soll (es gibt 19 kleine Kueklein heute frisch geschluepft)  wussten Marivn und ich zu einem Zeitpunkt nicht wo wir waren, wie wir weiterfahren  oder wohin wir ueberhaupt gehen sollten. Aber hier ist sowas egal und ein unglaublich angenehmes Gefuehl. In Deutschland hatte ich haeufiger den Drang, Sachen tun zu muessen oder produktiv zu sein. Dies wird hier durch auessere Einfluesse unterdrueckt und fuehr dazu, dass man sich Ganz auf das, was mach macht einlasen kann ohne mit den Gedanken woanders zu sein. Ob es die Kunst ist, das Essenmachen oder ieinfach nur Laufen.
Wir haben im Restaurant 4 Deutsche Freiwillige kennengelernt,  sie waren dort um zu bloggen. Sie sassen alle 4 voneinander abgewandt an ihren Laptops und ich denke wieder darueber nach, doch keinen Blogg hochzuladen, irgendwie war das typisch deutsch-anonym. Eine von ihnen werde ich in ihrer Tierauffangstation besuchen und Che Ling (so heisst der Kater) impfen lassen, gegen Wuermer, da ich mich nicht infizieren will. Che Ling wartet jeden morgen auf sein Katzenfutter, das ich fuer ihn gekauft habe.
Der Input ist noch immer ueberfordernd, Spanisch sprechen laeuft immer noch nicht so gut, der Wortschatz erweitert sich aber stetig.

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